Crashkurs:

Google AdWords im

Personalmarketing

Alle Infos zu AdWords: Kampagne erstellen, Konto einrichten, CPC und DSGVO-Fragen 

Werbeanzeigen bei Google AdWords oder anderen Suchmaschinen sind heute aus modernem Personalmarketing nicht mehr wegzudenken. Das zeigt unter anderem eine Studie zum Thema „Recruiting Trends“: fast 41 Prozent von 3.300 befragten Kandidaten suchten 2018 mithilfe von Suchmaschinen nach Jobs und Arbeitgebern. Der Internetriese Google mit seinen Google Ads nimmt dabei als beliebteste Suchmaschine eine bedeutende Rolle ein. Doch was ist eigentlich eine Google Ads-Anzeige? Und wieso ist das Tool so wichtig für Ihr Personalmarketing?

Wieso sind Google Ads so wichtig?

Der Begriff Google Ads bezeichnet bezahlte Werbeanzeigen, die in der Google-Suche sowie im Werbenetzwerk der Suchmaschine ausgespielt werden – zu finden über, unter oder neben den eigentlichen Inhalten. Wer die Bedeutung der Anzeigen für sein Arbeitgebermarketing verstehen möchte, muss einen kleinen Exkurs in Richtung Search Engine Advertising (SEA) machen. Gemeint ist damit der Vorgang der Anzeigenplatzierung auf Ergebnisseiten von Suchmaschinen. Marktführer ist dabei Google, denn das Unternehmen ist mit über 90 Prozent Marktanteil weltweit die beliebteste Suchmaschine. Für das eigene Personalmarketing bedeutet das: wer bei Google nicht stattfindet, schmälert seine Chancen im Web gefunden zu werden enorm.

Doch wo genau im Personalmarketing werden Google Ads überhaupt eingeordnet? Sie gehören in den Bereich des externen Personalmarketings, mit dem Ziel, als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden und so Fachkräfte zu gewinnen. Google Ads sind zum zentralen Element von modernen Recruitingstrategien geworden. Mithilfe von Google Ads werden Stellenanzeigen den Jobsuchenden genau zur richtigen Zeit angezeigt – nämlich dann, wenn sie online auf der Suche nach einem Job sind und beispielsweise „Stellenangebote Vollzeit München“ suchen. Wer in Googles Suchnetzwerk wirbt, hat die Möglichkeit, seine Anzeige neben Suchergebnissen ausspielen zu lassen, die auf den gleichen Keywords beruhen. Wer weder SEO-Optimierungen beherrscht noch Google Ads nutzt, wird mit großer Wahrscheinlichkeit in der Suche erst weit hinten auftauchen. Doch wer schaut schon auf Seite vier der Suchergebnisse? Deshalb gilt es für Arbeitgeber umso mehr, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen.

Google Evolution: von AdWords zu Ads: eine Vielzahl an Marketing Optionen

Wer als Unternehmer bereits ein wenig länger online unterwegs ist, dem ist Googles Entwicklung sicher nicht entgangen. Aus Google AdWords wurde im Juni 2018 Google Ads. Grund war vor allem die Weiterentwicklung, die die Plattform in 18 Jahren durchlief. Es geht längst nicht mehr um reine Textanzeigen, Googles Tool unterstützt mittlerweile verschiedenste Anzeigenformate auf diversen Plattformen des Internetriesen. Apps, Partnerseiten wie YouTube, Google Maps oder die klassische Google-Suche – die Auswahl ist groß. Das eingrenzende „Words“ in AdWords war schlichtweg nicht mehr zeitgemäß. Je nachdem, was das Ziel der eigenen Anzeige ist, also zum Beispiel Leads und Website-Zugriffe zu generieren oder die Markenbekanntheit zu steigern, stehen mittlerweile auch verschiedenste andere Kampagnentypen zur Auswahl. Zum Beispiel Suchnetzwerk-, Displaynetzwerk-, Shopping-, Video- oder App-Kampagnen. Wer seine Stellenanzeige platzieren möchte, konzentriert sich am besten auf die Suchnetzwerk-Kampagnen.

Welche Vorteile bringt Google Ads für Unternehmen?

Ein großer Vorteil von Google Ads ist vor allem die Möglichkeit einer zielgruppengerechten Ansprache. Die Logik dahinter ist simpel: User klicken nur auf Anzeigen, die sie im Moment ihrer Suche auch interessieren. Und dabei geht es nicht nur um Inhalte, auch bestimmte Tageszeiten, Interessen und geografische Eingrenzungen sind möglich. Wer einen IT-Job in München sucht, dem nutzt kein ausgespieltes Stellenangebot in Hamburg. Das „Cost-per-Click“- Preismodell (CPC) sorgt außerdem dafür, dass Unternehmen nur dann zahlen, wenn tatsächlich auf die geschaltete Anzeige geklickt wird. Wer Anzeigen schaltet, möchte natürlich auch wissen, wie erfolgreich sie gelaufen sind. Google macht es mit seinem Feature „Conversion Tracking“ möglich, genauer in die Analyse der Kampagne einzusteigen: Was lief gut, wo gibt es Optimierungsbedarf? Doch erst einmal zu den Anfängen: Wie erstellt man eigentlich eine Google AdWords Kampagne?

Schnellkurs: Google AdWords Konto erstellen und AdWords Kampagne erstellen

Zum erfolgreichen Erstellen einer Google Ads-Anzeige sind einige Schritte notwendig:

 

Wer Anzeigen bei Google schalten will, muss sich zu allererst ein Konto zulegen. Das Anlegen eines AdWords Kontos ist kostenfrei. Benötigt werden eine E-Mail-Adresse, Bezahlmethode und eine Unternehmenswebsite, auf die die Anzeige weiterleitet.

 

Ebenso wie das Einrichten des Kontos ist auch die eigentliche Erstellung einer Anzeige, einer Kampagne, kostenfrei. Festgelegt wird dennoch gleich zu Beginn ein Budget, das absteckt, wie viel ein Unternehmen bereit ist, täglich auszugeben. Als Richtwert kann dabei zum Beispiel das monatliche Werbebudget durch 30 geteilt werden.

 

Ist das Budget festgelegt, geht es an die Frage der Zielgruppe. Man kann in AdWords selbst ein Targeting vornehmen, am wichtigsten sind aber die so genannten „Keywords“. Denn die Worte und Wortkombinationen der Anzeige sorgen dafür, in welchen Suchen Sie auftauchen – und wo nicht. Wer einen Blumenladen in München hat und Unterstützung im Verkauf sucht, nutzt zum Beispiel Keywords wie „Blumenladen München VerkäuferIn“ oder „Blumenladen München Job“. Dahingegen ist „Blumenladen Verkauf München“ zu unkonkret – schließlich möchte niemand seine Stellenanzeigen an Immobilienkäufer oder Endkunden ausspielen. Keywords sollten stets im Blick behalten und gegebenenfalls angepasst werden, wenn sie nicht genügend oder falsche Klicks generieren. Denn AdWords Anzeigen können sehr schnell sehr teuer werden. Wenn da die falschen User erreicht werden, verbrennt man schlichtergreifend sein Budget.

 

Als nächstes wird das Gebot festgelegt, denn Googles Prinzip beruht auf einem Auktionsverfahren. Immer, wenn eine Werbefläche auf einer Suchergebnisseite verfügbar ist, wird eine Auktion durchgeführt. Legen Sie als Unternehmen ein Gebot fest, nehmen Sie an dieser Auktion teil. Jedes einzelne Mal wird neu entschieden, welche Google Ads-Anzeige genau in diesem Moment auf genau dieser Werbefläche geschaltet wird. Die Frage, die Sie sich stellen sollten, lautet daher: Wie viel bin ich maximal bereit, für den Klick eines potenziellen neuen Mitarbeiters auf die ausgespielte Stellenanzeige zu bezahlen? Dieser Betrag nennt sich maximales CPC-Gebot. Angepasst an die verschiedenen Kampagnentypen können die Schwerpunkte bei den Geboten auf Klicks, Conversions, Interaktionen etc. liegen. Suchanzeigen haben dabei vor allem den Fokus, Klicks zu generieren.

 

Der letzte Schritt ist die inhaltliche Erstellung der Anzeige. Je nach Kampagnentyp eignen sich unterschiedliche Arten der Anzeige. Für eine Suchnetzwerk-Kampagne ist die Textanzeige eine sinnvolle Option. Beachtet werden sollte dabei, dass der Anzeigentext möglichst eng mit den bereits ausgewählten Keywords in Zusammenhang steht. Denn eine Textanzeige, deren Inhalt nicht mit den gesuchten Begriffen des Nutzers übereinstimmt, generiert kein Interesse und somit auch keine sinnvollen Klicks. Gedulden müssen Sie sich dann nur kurz: Die Freigabe der erstellten Anzeige dauert circa einen Tag.

Welchen Einfluss hat die DSGVO?

Die Erstellung einer Google Ads Anzeige ist auch für Anfänger durchaus möglich und Google bietet viele Tipps und Anleitungen. Was UnternehmerInnen allerdings häufig Sorgen bereitet, ist die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Die Regeln, wie personenbezogene Daten verarbeitet werden sollen, haben sich seit ihrer europaweiten Einführung im Mai 2018 geändert. Bis heute sind jedoch viele Unternehmen unsicher, was die Umsetzung betrifft – das gilt auch bei der Anzeigenschaltung. Wer personalisierte Anzeigen ausspielt, hat eine viel bessere Chance, seine Zielgruppe zu erreichen. Doch muss ich deshalb bei der Schaltung von Google Ads-Anzeigen besonders aufpassen? Nein – denn das Gesetz zur Datenverarbeitung betrifft Plattformen, auf denen Anzeigen erscheinen und die Daten verarbeiten. Bei der Erstellung von Anzeigen auf Basis von Keywords, geografischen Begrenzungen usw. werden Daten nicht selbst erhoben und verarbeitet. Der Websitebetreiber wird auch bei der Analyse der Anzeigen lediglich darüber informiert, wie erfolgreich seine Anzeige läuft. Zugehörige Daten zu Personen, welche auf die Anzeige klicken, bleiben bei Google.

 

Fazit

Der Blick in die Thematik macht eines deutlich: es gibt viel zu sagen und noch mehr zu verstehen. Doch die Mühe lohnt sich: Google Ads Anzeigen im Personalmarketing machen es möglich, Stellenausschreibungen zielgruppenspezifisch und prominent auszuspielen. Unternehmen können Jobsuchende so direkt zu Beginn ihres Suchprozesses abfangen. Wer sich etwas Zeit nimmt, um die Thematik zu verstehen, kann sein Werbebudget sinnvoll einsetzen, um online gesehen zu werden.